Firmennachrichten

18. Mai 2015 — Firmennachrichten

Heavy Know-how

Schwerzerspanungs-Meeting 2015 bei Boehlerit in Kapfenberg

„Die Schwerzerspanung ist ein Segment mit hohem Entwicklungspotential“, resümiert Thomas Waltenberger in doppelter Hinsicht das internationale Schwerzerspanungs-Meeting 2015 bei Boehlerit in Kapfenberg. Der Leiter des Segments Heavy Machining bei Boehlerit sieht einerseits den wachsenden Markt mit seiner wirtschaftlichen Bedeutung und andererseits technologisch die Innovationskraft, sprich die Synergien in der Produktentwicklung für die allgemeine Zerspanungstechnik.

Überwiegend angesiedelt in der global agierenden Stahlindustrie hat Schwerzerspanung heute viele Facetten. „Schon wegen den unterschiedlichsten regionalen Anforderungen und Erfahrungen rund um den Globus, pflegen wir ein intensives Networking“, erklärt Thomas Waltenberger, der deshalb in regelmäßigem Turnus zum internationalen Schwerzerspanungs-Meeting nach Kapfenberg (Österreich) einlädt. So trafen sich im April 2015 Kundenbetreuer und Vertriebspartner aus 19 Nationen in der Boehlerit Firmenzentrale, darunter Vertreter aus USA, Brasilien, Mexiko, China, Russland, Schweden, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien und der Türkei. Der Informationsaustausch zur wirtschaftlichen Entwicklung in den internationalen Märkten war eines der zentralen Themen. Hierbei wurde das Entwicklungspotential im Hinblick auf stetig wachsende Märkte deutlich. Als Beispiel nennt Waltenberger die Energiewirtschaft, wo Bauteile für Windkraftanlagen, Gehäuse für Turbinen oder Förderrohre für die Ölfeldtechnologie usw., immer häufiger nachgefragt und gleichzeitig immer größer werden. So reicht heute das Spektrum der Schwerzerspanung vom Brammenfräsen (Fräsen von Blöcken aus gegossenem Stahl, Aluminium oder Kupfer) über das Drehschälen von geschmiedetem, zylindrischem Stangenmaterial oder von gewalztem bzw. gegossenem Rundstahl bis hin zu Spezialbearbeitungen von beispielsweise Walzen, Kraftwerksgeneratoren, Kurbelwellen für LKW oder Schiffe, Eisenbahn-Radsatzbearbeitungen u.v.m. Nicht zuletzt wird auch im Bereich des schweren Maschinenbaus eine positive Entwicklung prognostiziert.

„Neben steigenden Stückzahlen wachsen auch die Produktionsanforderungen“, betont Waltenberger. Zu den typischerweise hohen Vorschüben und maximalen Schnitttiefen werden zunehmend höchste Präzision im Werkstück, hohe Standzeiten der Werkzeuge sowie kurze Bearbeitungszeiten gefordert: Und das einhergehend mit der Entwicklung immer neuer, spezieller Werkstoffe, welche einerseits die jeweiligen Produkteigenschaften verbessern aber andererseits meist auch schwieriger zu bearbeiten sind. Insgesamt resultieren daraus extreme Herausforderungen für die Werkzeuglösungen, die mit optimal abgestimmten Schneidstoffen, Schneidengeometrien und Beschichtungen perfekt zur Anwendung passen müssen. Dabei stellt die Zuverlässigkeit der Werkzeuge eine besondere Herausforderung dar, weil Ausschuss bei Großteilen, die mehrere Tonnen wiegen, sehr kostspielig ist.

Boehlerit prägt als Pionier und Globalplayer seit Jahrzehnten die Werkzeugentwicklungen für die Schwerzerspanung entscheidend mit. Die weltweit renommiertesten Stahlwerke, Maschinenausrüster und Metallverarbeiter nutzen sowohl speziell konstruierte Werkzeugsysteme wie auch Präzisions-Hartmetall-Wendeschneidplatten – made in Kapfenberg. „Durch die stetige Weiterentwicklung innovativer Schneidstoffe und Werkzeugbeschichtungen schaffen wir immer wieder neue Potentiale für die Schwerzerspanung“, erklärt Waltenberger. So wurden im Rahmen des diesjährigen Schwerzerspanungs-Meetings wieder zahlreiche Verbesserungen aber auch absolut neue Produktentwicklungen vorgestellt. Darunter der modulare BULLtec-Schwerzerspanungsfräser, der dank intensiver Entwicklungsarbeit völlig neue Maßstäbe in Leistungsfähigkeit und Flexibilität setzt.

„Wir lernen zwischen den Segmenten voneinander.“

Wenn Waltenberger von Entwicklungspotentialen spricht, meint er auch Synergien für die Werkzeugentwicklung bis in die Bereiche der allgemeinen Zerspanungstechnik. Ein Aspekt ist die frühe Auseinandersetzung mit den neusten Entwicklungen hoch anspruchsvoller Werkstoffe, die aus der engen Zusammenarbeit mit der Stahlindustrie resultiert. Deshalb ist eine der Zielsetzungen der Schwerzerspanungs-Meetings bei Boehlerit, die Erkenntnisse zu Schneidstoff- und Beschichtungslösungen sowie zu individuellen geometrischen Ausführungen, wie etwa in den Bereichen der Spanformstufen oder Stützfasen, zusammen zu tragen und auszutauschen. „Es ist Aufgabe unserer Forschung und Entwicklung daraus Verbesserungen und Neuerungen hervorzubringen“, ergänzt Waltenberger. So ist ‚Heavy Know-how‘ gleichzeitig Innovationskraft.

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